Mobile Marketing
Tokyo Newspaper ködert junge Leser mit einer AR App
Die meisten Zeitungen werden sterben, zumindest die gedruckte Version. Über das Zeitungssterben habe ich hier bereits geschrieben.
Das Tokyo Newspaper versucht nun anhand einer Augmented Reality App Kinder dazu zu verführen, die gedruckte Zeitung durch den kleinen Screen eines Handys anzusehen. Einzelne Artikel sind mit Markern versehen, die in der AR App eine kleine Animation starten.
Der Clou: auch einige der Werbeanzeigen haben diese Marker – dadurch beschäftigt man sich intensiver mit denen. Zumindest so lange, wie die App noch eine Faszination ausübt. Hier ist der Casefilm dazuu:
Was ich mich frage: ist das ernsthaft eine Lösung für die Papier-News-Branche? AR Apps, um gedruckte Artikel zu lesen? Die News ist ja in dem Moment eh schon veraltet, auch die AR kann den Text nicht aktueller machen.
Werden Zeitungen in Zukunft alle Ausgaben mit AR Animationen versehen? Vermutlich nicht, das wäre zu aufwendig.
Das Lesen durch’s Handy ist mühsam, allenfalls eine nette Spielerei für zwischendurch. Werden Kinder deshalb in Zukunft wirklich Zeitungen auf Papier lesen? Ich glaube kaum.
Was bleibt also? Ein netter Casefilm für die Agentur Dentsu, den sie überall einreichen und damit Preise gewinnen wird. Sei es ihnen gegönnt, die Idee ist ja ganz gut.
Der neue IKEA Katalog mit Augmented Reality.
Für viele ist Augmented Reality bereits ein alter Hut, fast muss man fürchten, damit keinerlei Preise mehr bei Kreativ-Awards gewinnen zu können.
Dennoch gibt es eine Fülle von Möglichkeiten, wie AR genutzt werden kann, die wenigsten davon sind bisher realisiert worden. Vielleicht ist AR nicht mehr hip und Award-trächtig. Aber es wird so langsam Alltags- und Massen-tauglich.
Das merkt man unter anderem daran, dass der neue IKEA Katalog mit AR Gimmicks bestückt ist, wie man in diesem Video sehen kann:
Disclosure: IKEA Österreich ist ein Kunde von mir, der Katalog ist allerdings von McCann-Erickson entwickelt worden, und gefunden habe ich das ganze hier.
Nie mehr Schlange stehen.
Nicht nur die Deutsche Post vergrault ihre Kunden mit übermäßig langen Schlangen – insbesondere Samstags (ich liebe meine Packstation!). Auch das Englische Post Office scheint hier Probleme zu haben.
Eine mögliche Lösung für das Problem ist eine App, die Studenten von Hyper Island für das Englische Post Office entwickelt haben. Einfach, aber gut:
(via Gerald Hensel)









