Twitter mit Online Shopping Button. Funktioniert das auch für Deutschland?

Twitter führt anscheinend eine neue Shopping Option für Tweets ein:

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Es wurden bereits einige Tests mit etwas anderem Setup durchgeführt, die sehr vielversprechend waren:

Bei Twitter-Nachrichten mit Link zu einem Amazon-Artikel genügt es, eine Antwort mit dem Text „#AmazonCart” zu senden, damit er zum Einkaufskorb hinzugefügt wird. Dem Analyse-Tool Topsy zufolge wird etwa 4000 mal täglich von der Funktion Gebrauch gemacht. Allerdings ist nicht sicher, ob diese Käufe zustande kommen – Nutzer müssen sie hinterher noch bei Amazon bestätigen. (Focus Online)

Bei diesem neuen Kauf-Button muss man lediglich seine Daten eingeben und den Kauf bestätigen, ein Besuch der Website des Anbieters ist nicht notwendig.

Ob das in der Praxis auch in Deutschland rechtlich einwandfrei funktionieren wird, ist fraglich. Denn US Unternehmen setzen ihre Dienste in der Regel erstmal nur für den US Markt auf, Adaptionen für die internationalen Märkte folgen erst später, wenn überhaupt.

In diesem Fall ist es z.B. fraglich, ob eine AGB-Zustimmung eingebaut werden wird, Hinweise auf das Widerrufsrecht, sowie die Berechnung finaler Versandkosten.

Gerade letzteres, die fehlende Berechnung der Versandkosten, ist ja zur Zeit das Problem bei Google Shopping Ads. In den Ads steht nicht der Endpreis, da die Versandkosten nicht ausgewiesen werden. Das ist in Deutschland nicht zulässig. Wird das bei Twitter besser umgesetzt sein?

 

(danke für den Videolink an Björn Tantau)

 

 

Der neue IKEA Katalog 2015: Simples, intuitiv bedienbares Design.

Sehr cool gemacht. IKEA parodiert die Art und Weise, wie Apple die banalsten Features also etwas nie gesehenes, großartiges darstellt. Um einen Katalog aus Papier, ein “bookbook”, wie sie es nennen, zu präsentieren.

1,3 Mio Mal wurde das Video auf YouTube bereits angesehen, ich schätze, das wird in den nächsten Tage noch mehr. Der Katalog kommt zwar jedes Jahr ungefähr zu dieser Zeit heraus, das Timing ist aber dennoch klasse: in wenigen Tagen findet die Apple Keynote statt, von der sich jeder erhofft, das neue iPhone 6 und die ominöse Smartwatch zu sehen.

So bekommt man richtig Lust auf den neuen IKEA Katalog:

 

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UPDATE:

Mathias wies mich auf Facebook darauf hin, dass die Sun aus England bereits 2009 solch eine Idee hatte. Ob der IKEA Clip nun eine Kopie der Idee ist, oder ob sie selbst darauf gekommen sind – man wird’s wohl nicht herausfinden.

 

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Der neueste Werbetrend: Drone-vertising

Der Trend geht zu Drone-vertising. Sprich: Quadrocopter, die kleine Werbetafeln umherfliegen. Denn das Problem sind all die Menschen, die in Hochhäusern arbeiten und dadurch keine Plakatwerbung sehen können.

Drone-vertising

Auch können die Drohnen auf Grund von Orts- und Bewegungsdaten schnell feststellen, wo sich eine relevante Zielgruppe aufhält und entsprechend Werbung local gezielt platzieren. Im folgenden Video wird gezeigt, wie das geht:

 

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OK, OK. Ist natürlich nur ein netter Joke. Aber in einigen Jahren mag es tatsächlich dazu kommen, dass erste Pilotprojekte entwickelt werden. Gerade die Möglichkeit, Lokale Werbung zielgruppengerecht zeitnah zu platzieren, könnte ein Impulsgeber werden. Mal schauen. Der Nerv-Faktor wird jedenfalls sehr hoch sein. Ich überlege bereits, mir ein Patent auf Drohnen-Klatschen zu holen. Die werden sich mit Sicherheit gut verkaufen.

 

Content Marketing Matrix

Die Jungs von Smartinsights haben eine, wie ich finde, sehr schlaue Content Marketing Matrix entwickelt. Übrigens schon im Mai 2012, bevor Content Marketing zu einem fürchterlichen Buzzword deformierte.

Ziel war es, alle möglichen Bestandteilen einer Content Marketing Strategie in einem logischen Grid zu verorten.

Die Achsen rangieren zum einen entlang des Sales Funnels von Awareness zu Purchase, andererseits von emotionalen Inhalten hin zu rationalen.

Dadurch ergeben sich vier Quadranten: Entertain, Inspire, Educate und Convince. Alle denkbaren (digitalen) Contentelemente können in diese Quadranten eingeordnet werden.

 

Content Marketing Matrix

 

In einem Punkt ist die Grafik allerdings zu kurz gesprungen. Wenn man Content Marketing begreift, wie Coca Cola es in seinem Video “Content 2020” zeigt, dann fehlt in dieser Content Matrix alles was “Offline” ist – außer Events. Also Printanzeigen, Plakate, TV Spots. Andererseits: Vielleicht spielen die ja wirklich später nur noch eine untergeordnete Rolle?

Jetzt stellt sich nur noch die Frage: wann braucht man das? Um die Kreation zu inspirieren? Oder um dem ungeordneten Output der Kreation eine Struktur zu geben, die Marketingentscheider verstehen?

Vermutlich eher letzteres – “Postrationalisierung” von Ideen – wenn man sich die Alltag in einer Agentur ansieht. Allenfalls ist die Matrix noch dazu nützlich, Lücken in der Content Marketing Strategie zu identifizieren und nachzubriefen.